ITSDONE Serie: Automation for Dummies Teil 2

“Automation for Dummies” Serie: Teil 2

Mai 17, 2021 9:16 am | Veröffentlicht von

Automatisierungspotentiale im Back End

Im 1. Teil unserer Serie “Automation for dummies” haben wir beleuchtet, worum es bei Automatisierung geht bzw. welche Vorteile sie bringt. Wir haben auch theoretisch postuliert, dass alles automatisiert werden kann, dies aber nicht notwendigerweise immer Sinn machen muss. Neben nötigem Fach Know-how bedeutet Automatisierung immer einen organisatorischen und personellen Aufwand, der im Unternehmenskontext wirtschaftlich gerechtfertigt sein muss.

 

Automatisierungspotentiale erkennen

Automatisierungspotentiale verstecken sich in vielen täglichen oder wiederkehrenden Tätigkeiten. Regelmäßig müssen Virtuelle Maschinen (VM) hochgefahren und andere abgebaut werden. Das sind in der IT klassische Aufgaben, die relativ schnell automatisiert werden können. Automatisierung kann im Desaster Fall helfen, schneller wieder betriebsbereit zu sein. Sie bringt eine weitreichende Standardisierung mit sich, die im Bedarfsfall zur Minimierung von Ausfallzeiten eine sehr wichtige Rolle spielen kann.

 

Checkliste, um Optimierungspotentiale zu erkennen:

  • Ist der Prozess und deren Tasks strukturiert? Ist jeder Schritt in einem Prozess, z.B. die Provisionierung eines Servers klar strukturiert oder nicht
  • Ist der Prozess repetitiv? Wiederholt sich der Prozess in regelmäßigen, wiederkehrenden Abständen?
  • Welche Erwartungen habe ich an die Automatisierung, also welches Ziel verfolge ich damit. Zum Beispiel:
    • Standards zu implementieren, um den IT-Teams das Lösen von Problemen zu erleichtern, da nicht alles individuell konfiguriert ist.
    • Schneller meine Systeme hochzufahren in einer neuen Region oder das bestehende System zu skalieren
    • Reduktion von allgemeinen Aufwänden für mein Team, um an anderen, lukrativeren Projekten arbeiten zu können.

 

Beispiele aus der Praxis

  1. Branche FMCG: ein ERP System wird via Infrastructure as Code (IaC) und Konfigurations-Management wieder verwendbar gemacht.
  • Pilotprojekt, um zu testen, wie schnell ein zweites geplantes ERP System durch den Einsatz von IaC und Konfigurations-Management hochgefahren werden kann.
  • Das ERP System besteht aus verschiedenen Komponenten, wie Virtuellen Maschinen, Netzwerkkomponenten, Storage, Datenbanken, Firewalls und weiteren Feinheiten.
  • Der Aufwand beim ersten System war mit acht Monaten sehr hoch. Das zweite System konnte innerhalb von 3 Monaten hochgefahren und betriebsbereit gemacht werden.

 

  1. Medienhaus / Verlagswesen: Automatisches Ausrollen von Agents auf Hosts/VMs.
  • Eine von uns erstellte „Rolle“ kann über ein Konfigurations-Management Tool auf allen anstatt von nur einzelnen Zielsystemen installiert werden.
  • Spart Aufwand.
  • Alle Agents werden fehlerfrei mit denselben Parametern installiert.

 

Automation by ITSDONE

Bei ITSDONE laufen Automatisierungsprojekte strukturiert ab:

  1. Analyse des Problems mit dem Kunden
  2. Geschäftsprozesse des Kunden verstehen und repetitive Tätigkeiten identifizieren
  3. Status bzgl. Automatisierung feststellen: „Wie weit ist der Kunde mit Automatisierung?“
  4. bestehende Automatisierungsstandards des Kunden evaluieren
  5. Workshop Automatisierungspotenziale
  6. Analyse der IT-Umsetzung, Lösungsvorschläge erarbeiten
  7. Automatisierung mit dem Kunden implementieren oder den Kunden dabei unterstützen, wenn er Eigenleistung im Unternehmen aktivieren möchte
  8. Umsetzung testen und prüfen: funktioniert alles so, wie der Kunde sich das vorstellt?
  9. Laufend Verbesserungen mit dem Kunden erarbeiten.

 

Vorteile overall für den Kunden

Automatisierung macht immer Sinn, wann und in welchem Ausmaß ist eine sehr individuelle Entscheidung, die wie bereits erwähnt immer von allen getragen werden muss, vor allem von ihren größten Kritikern.

Der Initialaufwand ist hoch, insgesamt überwiegen aber die Vorteile, denn Automatisierung:

  1. Spart Zeit: Beim Skalieren oder Erweitern von Systemlandschaften kann eindeutig gespart werden, wenn man, trotz initialem Aufwand, den Weg der Automatisierung gehen möchte. Je mehr Prozesse, Fachabteilungen und Management-Ebenen involviert werden müssen, umso komplexer ist die Umstellung, aber umso mehr spart Automatisierung auch ein.
  2. Spart Geld: Durch Fokus auf nicht repetitive, lukrativere Aufgaben entstehen Effizienzgewinne für das Unternehmen.
  3. Standardisiert: Fehler können schneller behoben werden, wenn Systemlandschaften gleich aussehen und vor allem nach einer „Vorlage“ konfiguriert wurden. So können typisch durch Menschenhand entstandene Fehler ausgeschlossen werden.

 

Im 3. Teil von “Automation for dummies” erfolgt eine Abgrenzung, wo die Grenzen der Automatisierung bzw. die typischen Stolperfallen in Automatisierungsprojekten liegen.

Gino Podaras ist Cloud und Automation Expert und Product Owner bei ITSDONE.

 

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This post was written by Gino Podaras

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