Hybrid Environment Cloud

5 Vorteile von Hybrid-Cloud-Lösungen für Unternehmen

September 26, 2019 11:17 am | Published by

„Hybrid Environment“ – nice to have oder ein Muss? Warum für Unternehmen mit entsprechend großer IT-Abteilung heute kein Weg an hybriden Cloud-Lösungen vorbeiführt und was sich hinter dem Begriff verbirgt.

Die Ausgangslage: Viele neue Lösungen am IT-Sektor werden mittlerweile nur noch als Cloud-Service angeboten. In diesem Zusammenhang liest man oft von Begriffen wie IaaS (Infrastructure as a Service), PaaS (Platform as a Service) oder SaaS (Software as a Service). Was bedeuten diese Begriffe eigentlich und was haben sie mit dem Begriff „Hybrid Environment“ zu tun?

 

Die 3 Cloud-Service-Ebenen

Die Teilbereiche IaaS, PaaS und SaaS können auch als die drei grundlegenden Ebenen von Cloud-Computing bezeichnet werden. Mit ihrer Hilfe können abstrahierte und virtualisierte IT-Infrastrukturen zur Verfügung gestellt werden. Vereinfach lässt sich sagen: Die Teilbereiche basieren auf dem Grundsatz, dass Infrastruktur, Plattformen und Software von externen IT-Dienstleistern betrieben werden und dass Unternehmen diese – je nach Anforderungen und Bedarf – als Dienstleistung nutzen.

Infrastructure as a Service (IaaS)

Die grundlegende Ebene von Cloud-Computing, bei der sich alles um die Bereitstellung von Hardware-Ressourcen in virtualisierter Form handelt. Sprich: Speicherplatz, Prozessoren oder Netzwerke, die flexibel und in beliebiger Menge zur Verfügung gestellt werden können.

Platform as a Service (PaaS)

PaaS versteht sich als Bindeglied zwischen Infrastruktur und Software. Auf dieser Ebene werden also Entwicklungs- und Laufzeitumgebungen für Software zur Verfügung gestellt.

Software as a Service (SaaS)

Hinter diesem Begriff versteckt sich nicht mehr als die bedarfsabhängige Bereitstellung von diversen Programmen direkt an den Endanwender.

Darüber hinaus gibt es außerdem noch viele weitere „As-a-Service-Lösungen“ in der Cloud. Als Beispiele seien „Storage as a Service (StaaS)“ oder „Disaster Recovery as a Service (DRaaS)“ genannt.

 

On-Premise vs. Hybrid Environment

Unabhängig von Branche oder Produkt führt die laufende (und auch notwendige) Modernisierung von Infrastrukturen, Geschäftsmodellen und Prozessen zu einer größeren Nachfrage der oben genannten Cloud-Lösungen. Mit der Nutzung dieser Lösungen ist eine Hybrid-Umgebung, also die Kombination von unterschiedlichen Cloud-Lösungen mit unternehmensinterner IT, der nächste, meist unvermeidbare Schritt.

Denn das ausschließliche Arbeiten mit On-Premise-Lösungen (also lokale Server im eigenen Unternehmen) bedeutet nicht nur dauerhafte Mehrarbeit, sondern vor allem auch einen erheblichen Kostenaufwand für das eigene Unternehmen (Anschaffung von Hardware, Betrieb eines IT-Bereichs inkl. Mitarbeiter, laufende Wartung, …). Außerdem verliert man erheblich an Flexibilität und weiteren funktionalen Möglichkeiten.

 

Vorteile von Hybrid-Cloud-Lösungen

Zwar steigt in einem Hybrid Environment meist die Komplexität im Management der IT-Umgebung, da einige Dinge in der Cloud etwas anders funktionieren (Service-Prozesse, Kosten-Management, Security, Auditierbarkeit – um nur ein paar Bereiche zu nennen, in denen entsprechende Adaptierungen unter Umständen notwendig sind). Doch Cloud-Infrastrukturen bieten auch viele Vorteile:

  1. Kostenreduzierung: Wegfall von Kosten für ein internes Rechenzentrum oder Personalkosten.
  2. Flexibilität: Einzelne Software-Funktionen können nach Bedarf hinzugebucht oder gekündigt werden. Man zahlt immer nur für die Services, die man tatsächlich benötigt.
  3. Räumliche Unabhängigkeit: Theoretisch reicht ein funktionierender Internetzugriff und ein entsprechendes Endgerät, um von einem beliebigen Ort auf die Daten zuzugreifen.
  4. Datensicherung: Als Anbieter von Cloud-Services bieten wir höchste Datensicherung.
  5. Fachliches Know-how: Betrieb, Wartung und Co. werden von IT-Spezialisten durchgeführt, eine hohe Verfügbarkeit sämtlicher Anwendungen ist daher gewährleistet.

 

Daraus ergeben sich auch die Hauptbenefits von Infrastructure as a Service (IaaS): Skalierbarkeit, da Cloud-Infrastruktur flexibel vergrößert oder verkleinert werden kann und optimierte Time 2 Market, also die Zeit, in der die benötigte Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden kann. Während man in einem lokalen Rechenzentrum erst Rechenleistung schaffen müsste, ist die Cloud innerhalb von Minuten konfiguriert.

Das ist vor allem dann interessant, wenn sehr viele Entwicklungen und Test-Umgebungen On-Demand, also flexibel zur Verfügung gestellt (und wieder retired) werden sollen oder Lösungen im Einsatz sind, die kurzfristig sehr viel Performance benötigen.

 

Hybrid-Lösungen für Unternehmen

Jede Private Cloud ist einzigartig und für die Entwicklung einer Hybrid-Cloud gibt es keine Universallösung. Fix ist, dass bei entsprechend großen IT-Abteilungen die Daten und Systeme nicht mehr nur in den eigenen Rechenzentren, sondern in Hybrid Environments laufen werden. Das wird nicht nur eine aktive Entscheidung, sondern im Markt eine Notwendigkeit sein. Im Rahmen von guten IT-Service-Portfolios muss für jedes Unternehmen das optimale Set-up , von Infrastruktur bis Client Support, gefunden werden.

 

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This post was written by Thomas Piwalt