Fortinet – Interview mit Irene Marx

Im Rahmen unserer Interview Serie mit den Partnern des Monats, freut es uns heute ein Interview zwischen Irene Marx (Country Manager Fortinet) und Ing. Stefan Fischer (CEO ITSDONE) zu führen.

Irene Marx ist Country Managerin und führt erfolgreich das österreichische Team des amerikanischen IT-Security Herstellers Fortinet.

 

ITSDONE: Fortinet ist einer der 3 Top Player im Bereich IT-Security. Was zeichnet Fortinet besonders aus?

IRENE MARX: Die Mission von Fortinet ist es, innovativste und leistungsstärkste Netzwerk Sicherheitsplattformen zu bieten. Unsere Kunden profitieren von unseren Eigenentwicklungen wobei Sicherheit und Reduktion der Komplexität immer im Vordergrund stehen. Ein einheitliches Betriebssystem, einfaches Lizenzierungsmodell und vor allem unser mehrfach ausgezeichnetes globales „FortiGuard“-Forschungsteam machen den entscheidenden Unterschied.

ITSDONE: Wie viele Kunden setzen aktuell Fortinet-Lösungen ein?

IRENE MARX: Über 330.000 Kunden weltweit setzen bereits auf unsere Lösungen. Wir sind auch sehr stolz darauf, dass der Großteil der Fortune 500 zu unseren zufriedenen Kunden zählen.

ITSDONE: Wie viele Mitarbeiter beschäftigt Fortinet aktuell weltweit?

IRENE MARX: Aktuell beschäftigen wir knapp 5.000 Mitarbeiter.

ITSDONE: Was sind Ihre unternehmerischen Herausforderungen?

IRENE MARX: Das Marktumfeld, in dem Unternehmen heute agieren, ist geprägt von stetig wachsender Komplexität, Dynamik und Internationalität. Lösungen, mit und für Kunden, zu entwickeln deren Geschäfts- und Betriebsprozesse sicher machen und dabei gleichzeitig auch die höchst komplexen, Security-technischen Anforderungen abdecken ist eine spannende Aufgabe.

ITSDONE: Sie schreiben auf der Website, dass Sie der einzige Anbieter von End2End Security sind. Was meinen Sie damit?

IRENE MARX: Wir sehen Security wie Teamsport. Wesentlich dabei ist das gute Zusammenspiel, die Kommunikation zwischen den einzelnen Security Komponenten. Wir bieten mit unserer „Fortinet Security Fabric“ vernetzte und selbstaktualisierende Sicherheit vom Datacenter bis zum Client, und das wiederum über alle möglichen Zugänge in ein Unternehmen wie Internetaccess, Mail, Webapplikationen, den Client selbst und ganz wichtig die darin integrierte Advanced Thread Protection. Die damit automatisierten Prozesse machen nicht nur den Kunden das Leben leichter, sondern sorgen auch für unverzügliche, sehr oft entscheidende Reaktionsgeschwindigkeiten bei Cyberattacken. Mit unserer SIEM (Security Incident und Event Management) Lösung sehen unsere Kunden Angriffe in dem Moment indem diese passieren, und können aktiv Maßnahmen setzen, während andere Hersteller nur mehr pathologische Analysen liefern können.

ITSDONE: Wie ist das gemeint – pathologisch?

IRENE MARX: Andere SIEM Tools extrahieren Indizien einer Cyberattacke im Nachhinein, also wenn diese schon passiert und der Schaden eingetreten ist. Bei FortiSIEM wird in der Sekunde des Vorfalls alarmiert und das SOC (Security Operation Center) kann reagieren. Der Schaden kann abgewendet werden. Das war auch der Grund warum ITSDONE sich für unsere Lösung in ihrem SOC entschieden hat.

ITSDONE: Was sagen Sie dazu, dass seit 2011 Cyberkriminelle fast eine Million Bitcoin – sie wären heute etwa vier Milliarden US-Dollar wert – erbeuten konnten?

IRENE MARX: Der Großteil dieser Bitcoins wurde durch Erpressung, nach dem Verschlüsseln von Firmendaten von Unternehmen erbeutet.  Das FortiGuard Team, Teil unseres Research-Centers, hat im kürzlich veröffentlichten Threat Landscape Report auf den signifikanten Anstieg von Cyberkriminalität, im Zusammenhang mit Cryptowährung, hingewiesen. Als Beispiel das Cryptojacking: Hierbei handelt es sich um eine Malware, die die Rechenleistung von einzelnen PC´s übernimmt um zu „minen“.

Durch die vollständige Anonymität der Cyberwährungen können sehr leicht illegale Geschäfte abgewickelt werden. Der Umstand, dass so hohe Beträge in die Hände von Cyberkriminellen gelangen können, zeigt einmal mehr wie wichtig entsprechende Sicherheitsmaßnahmen sind.

ITSDONE: Welche Veränderungen erwarten Sie zum Thema IT-Security in den nächsten Jahren?

IRENE MARX: Mit der Digitalisierung, in allen unseren Lebensbereichen, hält das Thema Security zwangsläufig Einzug in unser aller tägliches Leben. Damit gilt es in Zukunft nicht nur die existenziellen Bedrohungen von Unternehmen zu berücksichtigen, sondern auch die Folgen, die eine Cyberattacke auf Menschenleben haben kann. Fortinets Forschungslabor setzt sich schon länger intensiv mit den Securityanforderungen selbstfahrender Autos auseinander. SmartCities oder SmartFactories sind ebenfalls keine Visionen mehr, sondern Trends, die auch in Österreich Einzug halten. Damit solche Transformationen erfolgreich umgesetzt werden können, müssen IT-, OT (operational Technologie)- und IoT-Netzwerke immer stärker ineinandergreifen, was wiederum, im gleichen Atemzug, neue Angriffsflächen für Cyberattacken schafft.

ITSDONE: Liebe Frau Marx, herzlichen Dank für das aufschlussreiche Gespräch!

IRENE MARX: Gerne.

 

v.l.n.r. Stefan Fischer (CEO ITSDONE), Ken Xie (CEO Founder Fortinet), Irene Marx (Country Manager Fortinet) – Global Partner Conference

 

ITSDONE bedient sich des kompletten Fortinet Security Portfolios, um ITSDONE Managed Security Services bereitzustellen. ITSDONE verfügt über Gold Partner Kompetenz und aktuell 13 Fortinet zertifizierte Mitarbeiter. Somit bietet ITSDONE von der Konzeption bis hin zu Managed Security Services die optimale Lösung an.

 

23 Mar
Fortinet – Interview mit Irene Marx