ITSDONE Talk #9: Michael Raberger

ITSDONE Talk #9: Michael Raberger, CEO, Ricoh Austria & Hungary

June 24, 2020 12:21 pm | Published by

ITSDONE Talk ist ein virtueller Roundtable mit Managern und anderen Opinion Leadern in Österreich über Wirtschaft, Modern Workplace und Konnektivität nach dem realwirtschaftlichen shut-down.

Die Wirtschaft dreht sich weiter, Österreich startet aus dem Sleep Modus zurück in einen neuen Arbeitsalltag. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln halten wir fest, wie modernes Arbeiten hierzulande funktioniert. Heute antwortet Michael Raberger, Chief Executive Officer von Ricoh in Österreich und Ungarn. 

 

“Die Bereitschaft der Kunden über alternative Technologien zu sprechen ist enorm groß. Das motiviert uns sehr!”

 

Wie schaffen Sie persönlich den Wiedereinstieg? 

Als Unternehmen, das mobiles Arbeiten bereits vor dem Shutdown praktiziert hat, war der Schock nicht allzu groß, als wir alle dauerhaft ins Homeoffice gingen. Der Wiedereinstieg in den Büroalltag ist gerade im Gange. Verändert hat sich für uns, dass wir unsere Remote Working-Strategie professionalisiert haben und jetzt als Team remote noch besser funktionieren. Das betrifft die Technologie ebenso wie die Führung von Teams aus der Ferne. Wir werden diesen Vorsprung sicher nutzen und in Zukunft noch mehr Remote Working praktizieren, als es früher der Fall war. Das kommt einerseits unseren Mitarbeiter/innen entgegen, andererseits sparen wir so auch Kosten.

 

Wie bringen Sie die Mitarbeiter wieder aus dem Home Office zurück?

Zunächst war uns wichtig, dem Team eine sichere Arbeitsumgebung zu bieten. Niemand soll mit Angst oder einem schlechten Gefühl ins Office kommen. Aus diesem Grund haben wir ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet, das verschiedene Maßnahmen beinhaltet, um unsere Teams zu schützen. Wir ermuntern die Kolleg/innen, ein bis zweimal pro Woche ins Büro zu kommen. Wir sehen, dass die Rückkehr mehr und mehr erfolgt, da das Bedürfnis nach sozialem Austausch und persönlichen Kontakten groß ist.

 

Welche Möglichkeiten bietet die Digitalisierung in Ihrer täglichen Arbeit, wo ziehen Sie die Grenze zwischen online und offline?  

Als CEO von zwei Ricoh-Niederlassungen mit insgesamt ca. 300 Mitarbeiter/innen  ist es nicht immer so einfach, die Stopp-Taste zu drücken und nicht erreichbar zu sein. Natürlich versuche ich trotzdem, mir bewusste Auszeiten zu nehmen, in denen ich Zeit mit meiner Familie verbringe und die Batterien neu aufladen kann.
Die Möglichkeiten, die die Digitalisierung mit sich bringt, helfen mir in meinem Arbeitsalltag enorm. Allein die Steuerung von Teams in zwei Ländern ist nur mittels Technologie so effizient möglich. Der Zugriff auf alle wichtigen Dokumente sowie die modernen Kollaborations- und Kommunikationsmöglichkeiten sparen enorm viel Zeit und Energie. Und das zahlt wiederum in meine Work-Life-Balance ein.

 

Wie machen Sie (für sich) die Krise zur Chance? Welche Rolle spielt Technologie dabei?

Persönlich sehe ich diese Krise als einmalige Möglichkeit zu lernen, sowie sich persönlich und auch als Unternehmen weiterzuentwickeln. Krisen decken Schwächen schonungslos auf, allein darin liegt schon eine Chance. Es geht darum, diese zu identifizieren und zu behandeln. Diese Krise bringt neben Einbußen auf der einen Seite auch riesige Chancen auf der anderen Seite mit sich, da die Bereitschaft der Kunden, mit uns über neue bzw. alternative Technologien zu sprechen, enorm groß ist. Das motiviert uns sehr.

 

Ganz kurz: Welches technische Gimmick ist für Sie derzeit unverzichtbar?

Ganz eindeutig meine iWatch. Ich muss mein Handy nicht immer mit mir herumtragen und versäume trotzdem keinen wichtigen Anruf oder Nachricht mehr – sei es von meiner Familie oder von Ricoh.

 

 

Fotocredit: Ricoh Österreich

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This post was written by Jacqueline Windisch