S/4 HANA: Q&A mit SAP Solution Architect: das Produkt

S/4 HANA: Q&A mit SAP Solution Architect: das Produkt

February 27, 2020 9:30 am | Published by

Teil 1: Manuel Lederle im Gespräch zu den Produktdetails von S/4 HANA

Gemeinsam mit dem SAP Solution Architect und SAP Agile Teamcoach Manuel Lederle beleuchten wir relevante Details für den Umstieg auf S/4 HANA auf Produkt- und Projektebene aus seiner Sicht als SAP-Experten. Als solcher ist er bereits seit einigen Jahren für ITSDONE tätig und hat zahlreiche Projekte namhafter Kunden umgesetzt.

 

ITSDONE: Das SAP Produkt „S/4HANA“ ist Thema Nummer 1 bei Unternehmen, die SAP Software im Einsatz haben. Warum?

Manuel Lederle: Diejenigen Unternehmen, die SAP als Unternehmens-Software im Einsatz haben, müssen ihr laufendes Produkt SAP ERP auf das neue Produkt SAP S/4HANA umstellen. Dies ist eine allumfassende Herausforderung, zumal bei so einer Migration viele Faktoren berücksichtigt werden müssen. Immerhin wurde das Wartungsende nun nochmal nach hinten verschoben.

ITSDONE: Von welchen Faktoren sprechen wir hier konkret?

Manuel Lederle: Die Unternehmen wollen laufend Prozesse optimieren bzw. diese auch weitgehend automatisieren. Außerdem will man natürlich innovativ bleiben und auf jede Anforderung schnell und flexibel reagieren können. Deshalb findet in diesem Kontext nicht nur ein Umdenken auf technischer Ebene statt, sondern auch auf funktionaler und applikatorischer Ebene.

ITSDONE: Trotz dieser Hürde, welche Chancen ergeben sich durch den Einsatz von S/4HANA?

Manuel Lederle: Durch den Plattform-Gedanken – Stichwort Intelligent Enterprise – kann mit S/4HANA ein breites Spektrum an Anwendungen und Services genutzt werden. Diese können on-premise, in der Cloud oder auch in einer hybriden Form genutzt werden. Je früher mit dem Umstieg auf S/4HANA begonnen wird, desto mehr Zeit hat man als Kunde, sukzessive seine Prozesse anzupassen und auch neue Erweiterungen ins System zu bringen.

ITSDONE: Und welche Vorteile bringt S/4HANA mit sich?

Manuel Lederle: Da gibt es einige. S/4HANA basiert auf der neuen Datenbank SAP HANA. Der große Vorteil dieser Datenbank ist die In-Memory Technologie, mit der Echtzeit-Auswertungen großer Datenmengen innerhalb kürzester Zeit möglich sind, da SAP HANA den Arbeitsspeicher zur Datenspeicherung nutzt und nicht die Festplatte.
Als nächsten Punkt möchte ich das neue und moderne User-Interface von SAP Fiori anführen, welches bei der Nutzung von S/4HANA und SAP HANA seine Vorteile perfekt entfaltet. Über SAP Fiori lassen sich SAP Transaktionen, Reports etc. über Apps auf einer grafischen Oberfläche über Smartphone, Tablet oder Laptop aufrufen.

ITSDONE: Generell hört man im Hinblick bzw. in der Vorbereitung auf eine S/4HANA Umstellung immer das Stichwort „Roadmap“. Warum ist diese so wichtig?

Manuel Lederle: Hier passt wunderbar der Satz: „Der Weg ist das Ziel!“
In einem ersten Step muss eine Analyse des Ist-Zustandes des Unternehmens gemacht werden. Alle Geschäftsprozesse, Abläufe, Strukturen und Schnittstellen müssen durchleuchtet werden.
Im Nachgang muss intern eine Roadmap mit den Fachbereichen, den zugehörigen Teams und allen Entscheidungsträgern im Unternehmen erarbeitet werden. Zum Schluss kann dann gemeinsam mit einem Consulting-Partner wie der ITSDONE ein Weg definiert werden, den man in Richtung S/4HANA geht.

 

Vorankündigung: Teil 2 zum Umstellungsprozess auf S/4 HANA bzw. Projekttipps  erscheint  in unserem Blog am 26. März.

 

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This post was written by Jacqueline Windisch