SUSE – Interview mit Dieter Ferner

Im Rahmen unserer Interview-Serie „Partnern des Monats“ freuen wir uns diesmal über ein Gespräch mit Dieter Ferner, Country Manager von SUSE in Österreich.

ITSDONE: SUSE ist ein offenes Open-Source Unternehmen. Was bedeutet das genau und welcher USP ergibt sich daraus?

DIETER FERNER: Als SUSE im September 1992 gegründet wurden haben unsere „Gründerväter“ sich für das Akronym Software- und System-Entwicklung entschieden. 17 Jahre später sind wir bei SUSE sehr stolz darauf, dass wir seit heuer im März mit unserer wiedererlangten Eigenständigkeit das größte unabhängige Open Source Unternehmen weltweit sind. Das Wort „unabhängig“ hat für unsere Kunden, Partner und uns die allergrößte Bedeutung. Unsere Kunden haben die höchsten Ansprüche an ihre IT-Lösungen und durch unseren offenen Ansatz, wir setzen rigoros auf offene Standards, profitieren unsere Kunden stets von den für sie besten Lösungen. Unser Credo ist „Flexibilität, Wahlfreiheit und Offenheit“. Und genau das kann SUSE unseren heimischen Unternehmen mit seinem offenen Open Source-Ansatz bieten: auf offenen Standards basierende, Hardware-unabhängigen Lösungen für ihre heterogenen IT-Umgebungen, verbunden mit einem einzigartigen Partnernetzwerk weltweit und vor Ort.

ITSDONE: Mit welchem „Need“ kommt der „ideale“ Kunde genau zu SUSE und welche Vorteile bietet Ihr USP in der Umsetzung genau für ihn?

DIETER FERNER: Unsere Kunden befinden sich in verschiedenen Stadien der Digitalisierung. Sie sind auf der Suche nach Lösungen mit der sie ihre IT transformieren können, hin zu mehr Flexibilität und Offenheit. Ziel ist es, ein agiles Unternehmen zu schaffen, um schnell auf ständig neue Business-Anforderungen reagieren zu können. Dazu kommt der große Kostendruck, der ein entscheidender Faktor für den Wandel ist. Dabei kann der Kunde mit SUSE Lösungen genau in dem Tempo und mit den Schritten transformieren, die für ihn richtig sind. Das kann ein Projekt für software definierten Storage sein, eine Containerlösung für DevOps Prozesse, der Einstieg in Cloud Foundry-basierte Anwendungsbereitstellung und Entwicklung oder die Echtzeit Datenanalyse und der Einstieg in die „intelligent Enterprise“ mit SUSE und SAP.

ITSDONE: SUSE ist seit mehr als 25 Jahren in Deutschland und international am Markt, mit welchen unternehmerischen Herausforderungen sehen Sie sich heute konfrontiert?

DIETER FERNER: Open Source als Treiber von Innovation rückt in letzter Zeit immer mehr in den Fokus, in der Wirtschaft genauso wie in der Politik. Das Open Source Partner-Ecosystem, welches bei uns absoluten Vorrang hat, wächst. Wer hätte noch vor zehn Jahren gedacht, dass „Microsoft loves Linux“ einmal zum Slogan werden könnte und heute auf Microsoft Azure die große Mehrheit der Workloads auf Linux läuft. Wir stehen vor großen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam mit unseren Partnern erfüllen können. Nicht umsonst machen wir unseren Umsatz in Österreich zu 100 Prozent über unsere Partner.

ITSDONE: Sie setzen in Österreich wie eben erwähnt auf ein starkes Partnernetzwerk, von dem wir auch ein Teil sein dürfen. Verraten Sie uns, wie Sie dieses „Ökosystem“ managen? In welchen neuen Kundensegmenten sehen Sie sich dadurch langfristig etabliert?

DIETER FERNER: Einerseits durch unser erprobtes und etabliertes Partner Programm und andererseits natürlich durch lokale Ressourcen wie Pre-Sales und Inside-Sales. Mit Mario Schuld haben wir einen sehr erfahrenen Channel Manager bei uns im Team, aber generell sucht SUSE den engen Kontakt nicht nur zum Kunden, sondern auch zum Partner. SUSE an sich hat keine bevorzugte Kundensegmentierung am Markt, sondern eher eine thematische. Mit ITSDONE möchten wir, neben anderen Themen, primär den Wachstumsmarkt SUSE on Azure adressieren und bedienen.

ITSDONE: Stichwort Digitale Transformation: Wie gehen Sie mit den Veränderungen um, welche Vorteile ziehen Sie daraus?

DIETER FERNER: Wir befinden uns bei SUSE gerade an der Schwelle eines geradezu historischen Umbruchs. Open Source ist zum kritischen Faktor und zur zentralen Strategie aller erfolgreichen Unternehmen geworden. Die Innovationskraft der Open Source Community und ihrer Projekte ist so groß, dass kein Software- oder Hardwarehersteller mehr darauf verzichten kann, wenn er künftig erfolgreich sein will. Wir sind daher als Innovator über die Open Source Community auch einer jener Anbieter, der die Transformation aktiv mitgestaltet und nutzt.

ITSDONE: ganz kurz: Cloud oder On-Premise?

DIETER FERNER: Cloud und On-Premise – Kunden werden immer unterschiedliche Anforderungen haben, ob als Managed Services über den Partner oder im Eigenbetrieb. Wichtig ist, dass sie über flexible softwaredefinierte Infrastrukturen verfügen und ihre Workloads überall ausführen und verwalten können – On-Premise, in Multi- und Hybrid Cloud Umgebungen – vom Edge-to-Core-to-Cloud.

ITSDONE: Verraten Sie uns noch Ihre ganz persönliche Trend-Vorschau: Worauf sollen Unternehmen im IT-Enterprise Bereich 2020 besonders achten, worauf kann auf keinen Fall verzichtet werden?

DIETER FERNER: Die Einleitung des Change-Managements ist ein Muß, um die Organisationen auf die fundamentalen Veränderungen in der z.B. Applikationsentwicklung in der IT vorzubereiten (DevOps, Agile, Container). Klarer Favorit ist hier auch die Abschätzung und Evaluierung der Cloud Strategie für das eigene Unternehmen (Risikobewertung, Public, Private, Hybrid Cloud).

ITSDONE: Herzlichen Dank für das Gespräch.

 

ITSDONE ist Accredited Partner und somit Certified Reseller von SUSE in Österreich und u.a. First Level Support für SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications. Die seit 2016 bestehende Partnerschaft soll in Zukunft intensiviert werden. Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Kontaktieren Sie gerne Herrn Thomas Piwalt (thomas.piwalt@itsdone.at).

21 Nov
SUSE – Interview mit Dieter Ferner