Wirtschaftliche Virtualisierung mit Windows Virtual Desktop 

June 22, 2020 2:21 pm | Published by

In den IT-Abteilungen der Unternehmen herrschte die letzten Wochen Hochkonjunktur, sie mussten schnell eine funktionierende Arbeitsumgebung für die eigenen Mitarbeiter im Home-Office bereitstellen. Aber nicht nur in Krisenzeiten können Unternehmen von virtuellen Infrastrukturen profitieren. Wir zeigen, welche Vorteile der Einsatz von Windows Virtual Desktop (WVD) bringt und wie Sie mit dem Service Kosten sparen können.  

 

Windows Virtual Desktop  

Der cloudbasierte Service wird seit September 2019 im Rahmen von Microsoft Azure angeboten und ermöglicht die Bereitstellung virtueller Desktops und/oder einzelner Apps, die standortunabhängig auf beliebigen Endgeräten (Windows, macOS, iOS, Android) ausführbar sindSo lassen sich neben Windows 10 auch Windows 7 sowie alle Windows Server Versionen ab 2012 R2 bereitstellen.

Die Besonderheit: Man muss sich nun nicht mehr zwischen Single Session (VDI) oder Multi-Session (RDS) entscheiden, denn Windows Virtual Desktop ermöglicht auf Basis von Windows 10 Enterprise auch Multi-SessionKonfigurationen und garantiert damit das beste Benutzererlebnis bei effizienter Nutzung der Rechenkapazitäten. 

 

Lizenzierung: einfach und kostengünstig 

Die Lizenzierung von Windows Virtual Desktop gestaltet sich übersichtlich und einfach. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Client- und Serverbetriebssystemen. Bei Einsatz von Client Betriebssystemen ist eine der folgenden benutzerbasierten Lizenzen erforderlich: 

  • Microsoft 365 Abonnement (E3/E5, A3/A5, F3, Business Premium (vormals Business)) 
  • Windows 10 (EnterprisE3/E5, Education A3/A5)  
  • Windows 10 VDA pro Benutzer 

 

In Verbindung mit Windows Server (2012 R2, 2016 oder 2019) ist eine RDS-CALLizenz mit aktiver Software Assurance (SA) notwendig.  

Betrachtet man die Lizenzierungskosten für die Bereitstellung von virtuellen Arbeitsplätzen (exkl. Hardware bzw. Kosten für Microsoft Azure-Infrastruktur), ist Windows Virtual Desktop hinsichtlich Initial- und Lizenzkosten im Vergleich zu Terminalserver und VDI eine günstige und weniger komplexe Alternative.  

 

Kostenersparnis durch Windows Virtual Desktop  

Wenn Sie bereits über eine der oben angeführten Software-Lizenzen verfügen, fallen Software-seitig keine zusätzlichen Lizenzkosten für die Nutzung von WVD an. Darüber hinaus beinhaltet die WVD-Architektur bereits Gateway, Broker und WebAccessServer – für deren Bereitstellung und Wartung fallen keine zusätzlichen Kosten an.

Die Kosten für die ebenfalls benötigte Azure-Infrastruktur und Ressourcen (Cores, Storage, Netzwerk-Bandbreite, …) hängen von mehreren Faktoren abz.B. Anzahl der Benutzer, benötigter Speicherplatz, Anzahl und Art der Anwendungen. Allerdings profitieren Sie von dem nutzungsabhängigen „Pay-asyougo-Modell“ und zahlen so nur für die Leistungen und Ressourcendie Sie auch tatsächlich benötigen. Dieses Modell ist ideal für Workloads, bei denen Kapazitäten flexibel nach oben oder unten angepasst werden sollen

Ist Ihr Workload hingegen relativ stabil, können Sie mit dem ReservedInstances-Modell (also eine feste Vorauszahlung) die anfallenden Azure-Kosten für die Virtualisierung Ihrer Arbeitsplätze weiter senken 

 

Ihre Vorteile im Überblick:  

  • WVD vereint Vorteile von RDS und VDI  
  • Lizenzierung günstig und einfach  
  • Schnell und dynamisch skalierbar  
  • Hohe Produktivität durch Verzahnung mit weiteren Microsoft-Produkten 
  • Arbeitsplätze sind sicher und mobil  
  • Über 90 Sicherheits- und Compliance-Zertifizierungen von Microsoft Azure 
  • Kostenlose Extended Security Updates (ESU) für Windows 7 (bis 2023)  
  • Kosteneinsparungen durch:  
  • Reduktion von Anschaffungskosten für Hard- und Software 
  • Nutzungsabhängiges „PayasyougoModell von Microsoft Azure 
  • Weitere Einsparungsmöglichkeiten durch „Reserved Instances 
  • Reduzierter Wartungsaufwand durch Wegfall von Gateway, Broker, Web-Access 

 

Wenn Sie Fragen zum Windows Virtual Desktop haben, Hilfe bei Lizenzierungsfragen suchen oder Unterstützung bei der Virtualisierung Ihrer Arbeitsplätze benötigen, helfen wir Ihnen gerne weiter und freuen uns auf Ihre Anfrage. Ihr Ansprechpartner ist Thomas Piwalt

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This post was written by Thomas Piwalt