ITSDONE Talk #7: Benedikt Binder-Krieglstein

ITSDONE Talk #7: Benedikt Binder-Krieglstein, CEO Reed Exhibitions

June 10, 2020 4:14 pm | Published by

ITSDONE Talk ist ein virtueller Roundtable mit Managern und anderen Opinion Leadern in Österreich über Wirtschaft, Modern Workplace und Konnektivität nach dem realwirtschaftlichen shut-down.

Die Wirtschaft dreht sich weiter, Österreich startet soeben aus dem Sleep Modus zurück in einen neuen Arbeitsalltag. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln halten wir fest, wie modernes Arbeiten hierzulande funktioniert. Heute antwortet aus dem Veranstaltungsbereich Benedikt Binder-Krieglstein, der als Chef von Reed Exhibitions Österreich Mastermind hinter zahlreichen Messen und Großveranstaltungen und damit von der Pandemie besonders betroffen ist. 

 

“Live Messen wird es weiter geben – ergänzt durch digitale Produkte!”

 

Wie schaffen Sie persönlich den Wiedereinstieg? 

Unsere gesamte Branche ist durch die COVID-19 Krise hart getroffen, aber wir gehen fest davon aus, dass wir mit September wieder starten können. Dementsprechend intensiv laufen gerade die Vorbereitungen für die Messen im Herbst. Was durch die Krise sehr klar wurde, der Face-to-Face Kontakt auf Messen ist durch nichts zu ersetzen. Ich bin deshalb überzeugt, dass es Messen auch weiterhin geben wird, allerdings ergänzt durch digitale Produkte.

Egal ob Unternehmer oder CEO, wir übernehmen täglich Verantwortung für unsere Firmen und unsere Mitarbeiter/innen und stehen dafür in jeder Hinsicht gerade. Ich hoffe die Politik kommt ihrer Verantwortung für unsere Branche endlich nach.

 

Wie bringen Sie die Mitarbeiter wieder aus dem Home Office zurück?

Wir holen ab Mitte Juni unsere Mitarbeiter/innen wieder aus dem Home-Office zurück. Damit das klappt und wir ausreichend Schutz gewähren können, haben wir einige Vorkehrungen getroffen. Die STANDout, ein Tochterunternehmen von Reed Exhibitions Österreich, hat mit CO-PS, Corona Protection Shield, ein eigenes Plexiglas-Schutzsystem entwickelt, das wir in unseren Büros installiert haben. Zusätzlich dazu haben wir genügend Desinfektionsmittel, haben den Reinigungszyklus unserer Büros und Sanitärräume erhöht und Abstandsmarkierungen, z.B. in unseren Liften angebracht.

 

Welche Möglichkeiten bietet die Digitalisierung in Ihrer täglichen Arbeit, wo ziehen Sie die Grenze zwischen online und offline?  

Bis auf ein Kernteam war das gesamte Reed-Team im Home-Office. Möglich war das durch eine hohe Affinität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu digitalen Plattformen und online Kommunikation. Mobiles Arbeiten hat uns durch den Lockdown geholfen. Nur dadurch war es möglich unseren Betrieb aufrecht zu erhalten, gleichzeitig konnten wir auf die individuellen Lebensumstände unserer Belegschaft eingehen. Viele unserer Tätigkeiten und persönlicher Austausch fand auf Plattformen wie Zoom, Microsoft Teams oder eben am Laptop zu Hause statt. Da ließ sich Privat- und Berufsleben gut vereinbaren.

 

Wie machen Sie (für sich) die Krise zur Chance? Welche Rolle spielt Technologie dabei?

Die Krise war ein deutlicher Schub hin zur Digitalisierung. Digitale Plattformen haben Hochsaison, aber persönlicher Kontakt wird auch weiterhin unerlässlich sein. Es kommt auf die Mischung aus neuen Technologien und Altbewährtem an und Reed Exhibitions verbindet diese beide Welten. Wir haben zum Beispiel neue digitale Produkte entwickelt, mit denen unsere Aussteller/innen weiterhin mit ihren Zielgruppen in Kontakt bleiben können.

 

Ganz kurz: Welches technische Gimmick ist für Sie derzeit unverzichtbar?

Seit vielen Jahren unverändert mein Smartphone.

 

Fotocredit: David Payr

Tags: , , ,

This post was written by Jacqueline Windisch